aws Creative Impact - Covid-19 Sondercall(s)

Fragen und Antworten

 

Was bedeutet der COVID Förderschwerpunkt des COVID-19 Sondercalls konkret?

Dieser Schwerpunkt wird neue digitale und nachhaltige Geschäftsmodelle zur Revitalisierung der Wirtschaft und Stärkung der Resilienz sowie Lösungen aus dem Social Impact-Bereich für Krisenmanagement und Krisenbewältigung im Kontext der Corona Krise.

Wie unterscheidet sich der Sondercall von den regulären aws Creative Impact Ausschreibungen?

Es gelten die regulären aws Creative Impact Regelungen Richtlinien und Fördervoraussetzungen. Hier verweisen wir auch auf die regulären FAQs falls es Fragen zu Kosten, Antragstellung etc. gibt:

https://www.aws.at/aws-creative-impact-faq/

Im Antrag im aws Fördermanager gibt es eine zusätzliche Frage, die beantwortet werden muss:

COVID-19: Welche Relevanz hat die Umsetzung Ihres Projektes im Kontext von COVID-19? Werden Probleme gelöst, die durch die Pandemie entstanden sind? Wenn ja, welche? Hat das Projekt positive Implikationen für einen post-Covid Wirtschaftsstandort? Stellt COVID Sie als Unternehmer*in vor neue Herausforderungen, die im Rahmen des Projektes gelöst werden? Welche positiven Auswirkungen könnte ihr Projekt langfristig in diesem Kontext anstoßen?

 

Wie kann ein Bezug zu dem COVID Förderschwerpunkt im Antrag dargestellt werden?

Mit dem angesprochenem Förderschwerpunkt sollen neue Lösungen für Probleme gefunden werden, die im Kontext von Corona erstmals aufgetreten sind oder verschärft wurden.

Beispiele hierfür sind die folgenden Themengebiete:

  • Schule und Fortbildung: Digitalisierung des Unterrichts und der Lehre: besonders Schulen stehen im Kontext von Corona vor neuen Herausforderungen. Die Kreativwirtschaftsbereiche Gaming und digitale Medien haben hier großes Potential neue Lösungsansätze zu etablieren. Beispielsweise durch die Umsetzung von Online Spielen und Unterrichtsprogrammen.
    Problematisch ist auch die Einschränkung des Freizeitprogrammes für Kindern (besonders für berufstätige Eltern eine Belastung) hier könnten beispielsweise neue Online-Communities für (alleinerziehende) Eltern; mit virtuellen Spielgruppen und täglichen online / offline Beschäftigungs- und Lernangeboten Abhilfe verschaffen.
  • Ausbau digitaler Arbeitswelten: viele Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen, da Kommunikation und Entscheidungsprozesse in einem noch nicht dagewesenen Ausmaß digitalisiert werden müssen. Hier können beispielsweise Programme, die digitales Feedback und Mitarbeiter*innenmotivation unterstützen, Abhilfe verschaffen.
  • Einschränkungen der Lebensqualität von Senior*innen: mache Zielgruppen wurden von den Einschränkungen besonders hart getroffen. Die Bewegungsfreiheit und Lebensqualität von Senior*innen wurde beispielsweise stark eingeschränkt und dies bedeutet auch eine Einschränkung für Branchen, die diese Zielgruppe bedienen. Hier kann die Digitalisierung von Freizeitprogramme Abhilfe verschaffen. Beispielsweise durch die Entwicklung von Virtual Reality Reisen für Zielgruppen, welche nur schwer Reisen werden können (z.B. für SeniorInnen und Menschen mit Behinderungen) aber auch als Lernerfahrung für Kinder und Jugendliche.
  • Erhöhte Arbeitslosigkeit: Virtuelles Weiterbildungsangebot um Menschen, welche derzeit kein Beschäftigungsverhältnis haben. Hier könnte beispielsweise die Digitalisierung von Fortbildungen (z.B. zum Thema Programmieren und Software entwickeln, aber auch SAP usw.) Unterstützung schaffen. Andererseits könnte auch eine Erweiterung des digitalen Zugangs zu Arbeitsplätzen eine Erleichterung schaffen.
  • Nachhaltigkeit: in Zeiten des Social Distancings florieren Lieferservices, dies führt auch zu erhöhter Umweltbelastung. Hier kann das Produktdesign Abhilfe verschaffen beispielsweise mit Mehrwegbox-Systemen und entsprechend neuen Geschäftsmodellen für geliefertes Essen um den Verpackungsmüll zu reduzieren.
  • Veranstaltungen und Eventmanagement: besonders auch die Veranstaltungsbranche benötigt im Kontext von Corona neue Zugänge zum Markt. Beispiele hierfür können neue Dienstleistungen für hybride Eventformate (z.B. Komplettpaket um Events komplett in einer virtuellen Realität stattfinden zu lassen inkl. Versand und Abholung von VR Brillen an alle Gäste) darstellen.
  • Neue Geschäftsmodelle: viele Unternehmer*innen müssen ihr Geschäftsmodell neu denken. Zugänge zu Markt und Zielgruppen wurden durch die COVID Situation in vielen Branchen eingeschränkt. Hier kreative Lösungen zu finden, ist eine aktuelle Problemstellung in diversen Bereichen.

 

Dies stellt nur eine Handvoll Beispiele dar, wie die von Creative Impact angesprochenen Unternehmen dazu beitragen können, die Wirtschaft zu stabilisieren und neue Zugänge zum Markt zu etablieren, die gleichzeitig auch eine Erleichterung der Gesellschaft mit sich bringen.

 

Bitte beschreiben Sie in ihrem Antrag ob und welchen Bezug Ihr Projekt zu diesen und anderen Problemstellungen im Kontext von Corona aufweist.

 

Warum ein Sondercall?

Die Kreativwirtschaft ist von der Krise besonders hart getroffen und braucht gezielte Unterstützung, um auch in schwierigen Zeiten ihre Rolle als Wachstumstreiberin zu erfüllen. Sie weist historisch enge Verflechtungen mit Sektoren, die besonders hart von den COVIS Maßnahmen betroffen sind, auf; Event-, Gastro-, Tourismus- und Kultursektor. Über zwei Drittel der Kreativwirtschaftsunternehmen sind laut aktuellem Kreativwirtschaftsbarometer der Kreativwirtschaft Austria von Messe- und Veranstaltungsabsagen betroffen. Laut aktuellem Barometer sind weiters 80% der befragten Kreativwirtschaftsunternehmen von Nachfragerückgängen betroffen (vs. 66% außerhalb der Kreativwirtschaft). Auch zeigt das Barometer, dass Kurzarbeit in der Kreativwirtschaft weniger oft zum Einsatz kommt als in der Gesamtwirtschaft (48% vs. 67%), da das Instrument für die Arbeitsformen und die kleinteilige Struktur nicht so gut geeignet ist.

Die Kreativwirtschaft stellt einen essentiellen Wachstumsmotor für den österreichischen Standort dar. Besonders in einer Krise, die Arbeitswelten, Digitalisierung, Geschäftsmodelle und den Wirtschaftsstandort vor neue Herausforderungen stellt, ist die gezielte Unterstützung der Kreativwirtschaft unerlässlich. Kreativwirtschaftsunternehmen haben eine Vorreiter*innenrolle bei der Entwicklung neuer Geschäftsideen und -modelle. Als Dienstleister*in/Zulieferer*in für viele Branchen bringt sie neue Lösungsansätze in die Gesamtwirtschaft und generiert neues Wachstumspotential. Derzeit werden in der Kreativwirtschaft viele neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen zur Generierung neuer Umsatzströme, aber auch zur Stabilisierung erprobter Geschäftsmodelle entwickelt (Neuausrichtung post-COVID). Ohne staatliche Unterstützung fehlen die Mittel, um diese neuen Lösungsansätze umzusetzen und erfolgreich in den Markt einzuführen.

Als Treiberin der Digitalisierung kann die Kreativwirtschaft die Gesamtwirtschaft dabei unterstützen, ihre Geschäftsmodelle/Dienstleistungen in der Krise zukunftsfit zu transformieren. Das langjährige Engagement des BMDW, mit der Kreativwirtschaft die digitale Transformation der gesamten Wirtschaft zu fördern, ist ein österreichischer USP und ein Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Ländern, auf den wir während und nach der Krise aufbauen können.

Mit Investitionen in die Kreativwirtschaft investiert Österreich in den Neustart und die Stabilisierung der restlichen Wirtschaft. Was in den letzten Jahren mit der Kreativwirtschaftsstrategie für Österreich aufgebaut wurde, das gilt es jetzt für gezielten Wachstum zu instrumentalisieren. Um die Gesamtwirtschaft zu stabilisieren ist die Unterstützung der Kreativ- und der Sozialwirtschaft unerlässlich. Zur Kreativwirtschaft zählen sich 2.300 Unternehmen in Österreich (das entspricht jedem 10. Unternehmen), in denen 153.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz haben. Mit 22 Mrd. Euro jährlich - davon 7 Mrd. Euro im Bereich Software/Gaming - erwirtschafte die Kreativwirtschaft 3,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts, beinahe das Doppelte der Kfz-Branche. Jeder Euro Wertschöpfung in der Kreativwirtschaft bewirke 1,7 Euro an Wertschöpfung in der Gesamtwirtschaft. Besonders in der Krise gilt es dieses Potential mit gezielten Maßnahmen zu heben.

 

Rechtliche Basis

Die rechtliche Basis für die aws Creative Impact Förderungen sind die entsprechenden gültigen aws impulse / Creative Impact Sonderrichtlinien sowie die Allgemeinen Rahmenrichtlinien (ARR 2014).

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