Duramea

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Das Bild zeigt das fünfköpfige Gründungsteam von Duramea.
© Duramea
Das Bild zeigt eine mit Polyanilin (PANI) beschichtete Membran-Elektroden-Einheit. Im Zentrum befindet sich ein rechteckiges mattschwarzes Element, die Gasdiffusionsschicht. Darunter befindet sich der mit PANI beschichtete Katalysator. Die Oberfläche erscheint gleichmäßig und fein strukturiert, sie weist keine sichtbaren Unregelmäßigkeiten auf. Umrandet wird die Membran von einem transparenten Trägermaterial mit runden Ausstanzungen, das der leichteren Handhabung, dem Schutz der Membran und der Integration in Brennstoffzellen-Stacks dient.
© Duramea
Die schematische Darstellung zeigt den Aufbau einer Wasserstoff-Brennstoffzelle. Besonders hervorgehoben ist die Membran-Elektroden-Einheit (MEA), die das Herzstück der Zelle bildet. Sie besteht aus zwei Elektroden und einer Protonenaustauschmembran und befindet sich zentral zwischen den Bipolarplatten. Um die MEA herum sind weitere Komponenten wie Dichtungen und Gasdiffusionslagen angeordnet, die für eine effiziente Verteilung der Gase und die Abdichtung der Zelle sorgen.
© Duramea

Duramea

Das Spin-off der TU Graz entwickelt eine Beschichtung aus Polyanilin, die die Lebensdauer von Membran-Elektroden-Einheiten – Herzstück von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren – verdoppelt.

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Themenfeld:

  • Umfeld/Ressourcen/Klimaschutz
  • Mobilität/Transport

 

Wasserstofftechnologie spielt eine wesentliche Rolle beim Umbau energieintensiver Industrien und bei der CO₂-Reduktion in der Mobilität. Für schwerlastige Verkehrsträger – von Schiffen bis zu Flugzeugen – eröffnen Brennstoffzellen, die Wasserstoff in Strom umwandeln, neue Perspektiven für das Ersetzen herkömmlicher fossiler Antriebe. Auch in industriellen Prozessen wie der Düngemittel- und der Stahlproduktion bietet der Einsatz von grünem Wasserstoff, der durch Elektrolyse aus erneuerbarem Strom gewonnen wird, eine effiziente Alternative.

Ein wesentliches Hindernis ist die begrenzte Lebensdauer der Membran-Elektroden-Einheiten (MEAs). Diese zentralen Komponenten von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren leiden unter Korrosion und Leistungsabfall, was die Betriebskosten erhöht und die breite Nutzung der Technologie einschränkt. Genau dieses Problems hat sich das Start-up Duramea (Kofferwort aus „durability“ und „MEA“) angenommen, das 2024 von Maximilian Grandi, Rene Maiberg, Chetna Madan, Sebastian Rohde und Viktor Hacker gegründet wurde. Sie arbeiten an einer Beschichtung aus Polyanilin (PANI), die die Korrosion der MEAs deutlich verzögert und ihre Einsatzdauer verdoppelt.

Innovative Technologie für langlebige MEAs: Duramea löst ein zentrales Problem der Wasserstofftechnologie: Es senkt die hohen Herstellungskosten und erhöht die bislang stark begrenzte Betriebsdauer der MEAs. Die Entwicklung der dafür verantwortlichen Beschichtungstechnologie ist das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung an der TU Graz. Viktor Hacker, Leiter des dortigen Instituts für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik und Mitgründer von Duramea, hat die Arbeiten im Bereich der elektrochemischen Energieumwandlung entscheidend vorangetrieben. Parallel arbeitete der Mitgründer Sebastian Rohde an einer Dissertation über hocheffiziente Brennstoffzellen für Mondbasen: Brennstoffzellen sollten für den Einsatz auf dem Mond widerstandsfähiger gemacht werden. Diese Forschungen bilden die wissenschaftliche Grundlage der Duramea-Entwicklungen. Die PANI-Beschichtung reduziert die notwendige Menge an kostspieligen Materialien wie Platin und optimiert zugleich die Effizienz der Katalysatoren. Das senkt die Wartungskosten wie auch die Gesamtkosten des Betriebs und macht die Wasserstofftechnologie wirtschaftlicher und nachhaltiger für Industrie und Forschung.

Von der Forschung zur industriellen Anwendung: Duramea konzentriert sich derzeit auf den Forschungsmarkt, beliefert Universitäten und Forschungsinstitute und bereitet sich gleichzeitig intensiv auf die industrielle Skalierung vor. Bereits ab 2026 plant das Unternehmen den Eintritt in den B2B-Sektor; konkret wird es um kleine und mittlere Unternehmen wie Stackproduzenten und Systemhersteller gehen. Das erklärte Ziel bis 2029 ist ein Umsatz von sechs Millionen Euro. Darüber hinaus entwickelt Duramea aktuell eine MEA ohne per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS), denn diese gelten als umwelt- und gesundheitsschädlich. Zudem sind PFAS-freie MEAs weniger problematisch zu entsorgen und deutlich einfacher zu handhaben. Mit starken Partnern wie der TU Graz und der ESA und einer klaren technologischen Führungsposition soll Duramea zu einem wesentlichen Akteur in der globalen Energiewende werden. Für 2026 ist der Start der industriellen Fertigung in einer Roll-to-Roll-Produktion (R2R) geplant.

Zitat von Rene Maiberg (CEO): „Wir sehen es als unsere Mission, aus einer Forschungsidee eine industrielle Lösung mit globalem und vor allem grünem Impact wachsen zu lassen. Die Wasserstofftechnologie wird langlebiger und zugänglicher. Duramea steht für eine Zukunft mit sauberer, nachhaltiger Energie.“

Tipp: Programme wie aws Preseed sind eine großartige Möglichkeit, die ersten Hürden einer Unternehmensgründung zu meistern. Nutzt diese Möglichkeit früh und plant langfristig.

www.duramea.com

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