bespark*bio
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bespark*bio
bespark*bio entwickelt neuartige Herstellungsprozesse und Technologien zur Produktion komplexer Biotherapeutika und senkt damit die Kosten für die Entwicklung von Gentherapien deutlich.
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Themenfeld:
- Umwelt/Ressourcen/Klimaschutz
- Gesundheit/Pflege
Moderne Gentherapien gelten als Hoffnungsträger, gerade in Hinblick auf Krankheiten, die bisher kaum behandelbar waren – von genetisch bedingter Blindheit bis zu bestimmten Krebsarten. In der Praxis scheitern viele Projekte an den hohen Entwicklungskosten: Eine einzige Dosis kann bis zu eine Million Euro kosten. Die Herstellung der Medikamente ist aufwendig, ineffizient und schwer skalierbar. Vielen jungen Biotechfirmen, die zu Lösungen forschen, mangelt es an Know-how und Ressourcen, um früh eigene Produktionsprozesse effektiv aufzusetzen.
bespark*bio will dafür eine Lösung bieten: Ziel ist es, die Herstellung innovativer Therapien schneller, kosteneffizienter und industriell skalierbar zu machen – damit sie einer größeren Zahl von Patientinnen und Patienten zugänglich werden. Das Wiener Start-up wurde 2023 von Matthias Müllner, Monika Mangold und Dieter Palmberger gegründet. Gemeinsam verfügen sie über jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung und Skalierung von Bioprozessen.
Prozesswissen trifft auf Technologie: Im Zentrum steht ein neuartiger Advanced-Development-Ansatz, der klassische Laborversuche um digitale Methoden ergänzt: Mit maschinellem Lernen, Prozessmodellierung und modularen Frameworks lassen sich schon in frühen Entwicklungsphasen Vorhersagen darüber treffen, welche Experimentreihen tatsächlich nötig sind. Dadurch sinkt der experimentelle Aufwand um bis zu 50 %, was Zeit, Ressourcen und Bioreaktorläufe spart. Ergänzt wird dieser Ansatz durch proprietäre Technologien, etwa in der Gentherapie: Statt drei separater Plasmide kommt bei bespark*bio ein einziges, optimiertes Startmaterial zum Einsatz, das effizienter in Zellen eingeschleust werden kann. Ein begleitender Produktionsprozess mit vereinfachter Aufreinigung erhöht die Ausbeute und Skalierbarkeit deutlich. So lassen sich die Herstellungskosten von viralen Vektoren – dem Trägersystem für therapeutische Gene – um bis zu 90 % senken. Für Biopharmakunden bedeutet das geringere Entwicklungskosten, eine schnellere Marktreife und wirtschaftlich tragfähige Produktionsprozesse auch bei kleinen Patientengruppen.
Skalierung und Markteintritt: bespark*bio treibt sein Wachstum auf mehreren Schienen voran: Bis 2026 soll die firmeneigene Gentherapie-Plattform zur Marktreife geführt werden. Der technologische Proof of Concept wurde bereits erbracht, ebenso ein funktionsfähiger Prototyp erstellt. Parallel dazu baut das Unternehmen seinen Kundenstamm im Bereich der Prozessentwicklung systematisch aus – mit Fokus auf Biotech-Start-ups, Pharmapartner und Lohnhersteller. Auch der Vertrieb wird skaliert: Neben einem direkten B2B-Modell ist ein Konzept für strategische Lizenzpartnerschaften vorgesehen, damit der Markt schnell durchdrungen werden kann. Das Lizenzmodell umfasst Meilensteinzahlungen und Tantiemen und erlaubt die Einbindung externer Produktionspartner. Um die operative Umsetzung abzusichern, investiert das Start-up gezielt in Teamausbau und Infrastruktur. 2026 soll die Gentherapie-Plattform kommerziell verfügbar sein – als Katalysator für die kostengünstige Produktion neuartiger Medikamente.
Zitat von Matthias Müllner (CEO): „Wir glauben an eine Zukunft, in der innovative Therapien kein Luxus, sondern Standard sind. Unsere Technologien senken die Herstellkosten von Gentherapien und anderen neuartigen Medikamenten drastisch und machen bahnbrechende Therapien für Millionen von Menschen zugänglich – effizient, skalierbar und weltweit einsetzbar.“
Tipp: Fokussiert euch auf das Problem, nicht nur auf die Lösung. Sprecht früh mit euren Kunden, investiert in ein starkes Team – und denkt die Skalierung von Anfang an mit.



