imd BIOTECH

aws Seedfinancing | 2024 | Deep Tech | Life Sciences | Wien

Das Bild zeigt das vierköpfige Gründungsteam von imd BIOTECH. Die Unternehmer und Wissenschaftler sitzen in einem Raum mit Bücherregalen. In der Mitte steht ein ovaler Holztisch mit mehreren Laptops und Netzteilen, Kaffeetassen und Snacks.
© imd BIOTECH
Das Bild zeigt das Analysegerät von imd BIOTECH mit geöffneter Front. In der Mitte befindet sich die beheizbare Cartridge, in die nach der Probennahme mittels Wattestäbchen (Swab) die Umgebungsprobe eingebracht wird. Rechts ist ein Bildschirm mit der grafischen Benutzeroberfläche zu sehen, auf dem die Echtzeitdaten der Bakterienvermehrung während der Inkubation dargestellt werden.  Das Bild zeigt eine Laborumgebung, in der eine Person mit blauen Schutzhandschuhen eine Petrischale mit Getreideflocken hält und mithilfe einer Pinzette bearbeitet. Im Hintergrund sind ein Mikroskop und Laborunterlagen auf einem Klemmbrett zu erkennen. Im Kontext von imd BIOTECH unterstreicht das Bild die Bedeutung von Diagnostiklösungen für die schnelle Überprüfung von Lebensmitteln auf mögliche Keimbelastung.
© imd BIOTECH

imd BIOTECH

Das Start-up entwickelt eine Plattformtechnologie, mit der Lebensmittelproduzenten pathogene und nicht pathogene Bakterien während der Inkubation erkennen und so sicherer und wirtschaftlicher agieren können.

aws Seedfinancing | 2024 | Deep Tech | Life Sciences | Wien

Themenfeld:

  • Umwelt/Ressourcen/Klimaschutz
  • Gesundheit/Pflege

 

Lebensmittelrückrufe aufgrund bakterieller Verunreinigungen sind für Unternehmen teuer – und für Konsumentinnen und Konsumenten mitunter gefährlich. In einem Bereich, in dem jede Stunde zählt, ermöglicht die Plattformtechnologie von imd BIOTECH eine signifikant schnellere und zugleich vereinfachte Bakterienerkennung. Die Idee entstand im universitären Umfeld: Im Rahmen eines FFG-Spin-off-Fellowships wurde die Basistechnologie an der Universität Wien unter der Leitung von Thomas Werzer entwickelt, mit wissenschaftlicher Unterstützung durch die Veterinärmedizinische Universität Wien. Ziel war es, ein verlässliches mobiles Diagnosesystem zu entwickeln, das unabhängig von klassischen Laboren einsetzbar ist. Das vierköpfige Gründungsteam vereint naturwissenschaftliche Expertise mit unternehmerischer Erfahrung: Thomas Werzer und Christian Zafiu arbeiten seit über 15 Jahren zusammen. Ergänzt werden sie durch Martin Hammerschmid und Peter Werzer, die umfassende Erfahrung in den Bereichen Geschäftsaufbau, Finanzierung, IT und Vertrieb einbringen.

Technologie für schnellere Entscheidungen: Klassische Schnellmethoden zur Bakterienanalyse wie PCR benötigen eine zeitintensive Voranreicherung von bis zu 48 Stunden. Erst danach erfolgt die eigentliche Analyse – mit weiteren Stunden Arbeitsaufwand. Die Lösung von imd BIOTECH umgeht diesen zeitlichen Engpass: Durch simultane Inkubation und Echtzeiterkennung beginnt die Analyse schon mit der Probenzugabe – ohne Wartezeit. Die Probennahme erfolgt per Wattestäbchen (Swab). Die Probe wird in eine beheizbare Cartridge überführt und in das Analysegerät eingesetzt. Dort läuft die Inkubation unter optimalen Bedingungen, während die Detektion kontinuierlich erfolgt und in der grafischen Benutzeroberfläche visualisiert wird.

Eine erste praxistaugliche Anwendung ist der Nachweis des krankheitserregenden Keims Listeria monocytogenes aus Umwelt- und Umfeldproben. Sensoren für weitere Bakterien wie E. coli oder Salmonellen sind in Entwicklung. Die Plattform funktioniert ohne geschultes Laborpersonal und ist damit besonders für Produktionsumgebungen geeignet. Der Zeitgewinn ist erheblich: Statt nach bis zu zwei Tagen liegt das Ergebnis in wenigen Stunden vor. Lebensmittelchargen können schneller freigegeben oder gestoppt werden – ein wirtschaftlicher Vorteil für Produzenten, insbesondere bei leicht verderblichen Produkten.

Skalierbar und anwendungsflexibel: imd BIOTECH reagiert mit seiner Plattformtechnologie auf einen globalen Bedarf: Der Markt für Lebensmittelsicherheit ist nicht nur groß – er ist auch hoch reguliert. Der Fokus liegt also auf der Nahrungsmittelindustrie, wo bereits zahlreiche Pilotprojekte mit potenziellen Kunden geplant sind. Weitere Anwendungen sind in der Veterinärmedizin, der Futtermittelindustrie und langfristig auch in der Humanmedizin denkbar. Für 2025 sind noch Pilotkundentests und die Zertifizierung geplant. Der Markteintritt ist für 2026 vorgesehen. Investoren und die Förderungen von aws und FFG ermöglichen es dem Start-up, die nächsten Entwicklungsschritte zu finanzieren. Durch die Skalierbarkeit der Plattform – in Bezug auf Bakterienarten, Branchen und geografische Märkte – will sich imd BIOTECH mittelfristig als Standard in der mikrobiologischen Echtzeitdiagnostik positionieren.

Zitat von Thomas Werzer (CEO): „Jedes Jahr erkranken weltweit mehrere Millionen Menschen lebensmittelbedingt, teils mit tödlichem Ausgang. Mit unserer Diagnostikplattform bieten wir erhöhte Sicherheit für Lebensmittelproduzenten ebenso wie Konsumentinnen und Konsumenten.“

Tipp: Schnelligkeit ist wichtig – aber ohne strategische Partnerschaften und wissenschaftliche Tiefe kommt man in regulierten Märkten nicht weit.

www.imdbiotech.com

Newsletter

Jetzt registrieren und informiert bleiben! 

Jetzt anmelden!