and-less

Das Wiener Start-up entwickelt standardisierte Mehrwegverpackungen für Speisen. Unternehmen der Systemgastronomie und im Lieferservice schaffen mit dem Konzept den niedrigschwelligen Einstieg in die Kreislaufwirtschaft

Seedfinancing - Innovative Solutions | 2024 | Wien

Themenfeld:

  • Umwelt | Ressourcen | Klimaschutz
  • gesellschaftlicher und | oder wirtschaftlicher Wandel

Innovation: Das Unternehmen hat die einzigen Mehrwegprodukte am Markt, die den gesamten gastronomischen Verpackungsprozess mit nur einer Produktlinie abdecken. 
Impact: Jedes einzelne „and-less“-Produkt ersetzt durch seine Wiederverwendung 500 Einwegverpackungen.

Die Esskultur verändert sich. Hat das Essen zum Mitnehmen (Take-away) mit dem Siegeszug von McDonalds & Co bereits vor Jahrzehnten Eingang in den mitteleuropäischen Alltag gefunden, so setzten sich Lieferboten mit Essenspaketen erst mit der Pandemie so richtig durch. Zwischen 2019 und 2021 nahmen in Österreich Lieferdienst-Bestellungen um 25 % zu. Seither verlief das Wachstum ungebremst. „and-less“-Gründerin Victoria Berger bekam bei einem Auslandssemester in Südkorea vor Augen geführt, wie die Konsequenzen eines ungezügelten Wegwerfkonsums aussehen: Berge von Einwegverpackungen türmen sich vor Fast-Food-Restaurants, Wohnanlagen und Entsorgungseinrichtungen. Victoria Berger und Co-Founder Philip Kohlbecher wollen die Ressourcenverschwendung und vermüllte Umwelt nicht als gegeben hinnehmen. Sie entwickeln in enger Abstimmung mit Gastronomen und Gastronominnen Mehrwegprodukte, die den gesamten Verpackungsprozess einer Essenslieferung mit nur einer Produktlinie abdecken. Jedes „and-less“-Produkt ersetzt durch seine Wiederverwendung 500 Einwegverpackungen! Das spart enorme Mengen an Kunststoffabfällen und senkt den unstillbaren Bedarf an Neuproduktion. Das Start-up unterbricht mit seinen Mehrweg-Lösungen das Einwegplastiksystem.

Prinzip „Auf Wiedersehen“: Die in Österreich produzierten „and-less“-Verpackungen bestehen aus hochwertigem und recycelbarem Kunststoff, welcher hundertfach wiederverwendet werden kann. Laut neuer Mehrwegstudie sind die „and-less“-Mehrwegboxen nach einer Verwendung von 5,5-mal bereits klimaneutral. Das System ist dabei einfach: Partnerrestaurants liefern über kooperierende Lieferdienste auf Wunsch in Mehrweg-Verpackungen aus. Ein Hakerl in der Bestellapp reicht, und schon bekommt man die Mahlzeiten im Mehrweggeschirr geliefert. Die Lieferung in den Mehrwegboxen kostet nicht mehr, solange die Behälter innerhalb von 14 Tagen bei den teilnehmenden Restaurantpartnern zurückgebracht werden. Ein besonders USP des Wiener Unternehmens: Die in unterschiedlichen Größen verfügbaren Behältnisse sind mehrfach mit Folie versiegelbar und somit 100 Prozent luftdicht, sodass sie nicht nur in der Gastronomie, sondern auch für Lebensmittelverpackungen im Einzelhandel und für Verkaufsautomaten geeignet sind. Damit erhält man ein standardisiertes Allrounder Mehrwegprodukt, welches dem Prinzip der Glaspfandflasche aus dem Handel folgt.

Expansion durch Lizenzen: Die „and-less“-Gründer*innen setzen mit der Standardisierung von Prozessen und Produkten auf Einfachheit und Effizienz. Daher lässt sich das Mehrwegsystem unkompliziert in den laufenden Betrieb der Kund*innen implementieren. Das „and-less“-Konzept kann zudem mit Pfand oder pfandfreiem Verleihsystem aufgesetzt werden. Durch Lizenzierungen sollen ab 2025 Kooperationspartner*innen auch außerhalb von Österreich gewonnen werden.

Zitat Victoria Berger, CEO:
„Unser gesellschaftlicher Mehrwert liegt in der Abfallreduktion sowie der Verwendung hochwertiger, regional produzierter Verpackungen. Damit ist eine nachhaltige Wertschöpfungskette gewährleistet. Wichtig für uns: Durch die offene Kommunikation der aws Berater*innen konnten wir auf Marktveränderungen schnell und unbürokratisch reagieren.“

 

www.and-less.at

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