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Mitterlehner zeichnete MED-EL mit Staatspreis Innovation 2014 aus

Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister würdigt Projekt "Bonebridge" mit höchster staatlicher Auszeichnung für innovative Unternehmen

v.l.n.r. Dr. Reinhold Mitterlehner, Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, DI Dr. DDr.med.hc Ingeborg Hochmair (MED-EL Elektromedizinische Geräte Gesellschaft m.b.H), DI Peter Lampacher (MED-EL Elektromedizinische Geräte Gesellschaft m.b.H) und Dipl.-Ing., MSc Marcus Schmidt (MED-EL Elektromedizinische Geräte Gesellschaft m.b.H); Fotograf: Thomas Preiss, Fotocredit: BMWFW

Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat am Mittwochabend den Staatspreis Innovation 2014 an die MED-EL mit Sitz in Innsbruck verliehen. "Neue Ideen entscheiden mehr denn je über den Erfolg des Standorts Österreich im internationalen Wettbewerb. Innovative Unternehmen sind krisenfester, wachsen schneller und schaffen mehr qualifizierte Arbeitsplätze", sagte Mitterlehner bei der Verleihung der höchsten staatlichen Auszeichnung für innovative Unternehmen in der Aula der Wissenschaften in Wien. "Um die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren auch in Zukunft zu forcieren, wollen wir den gesamten Innovationszyklus stärken - von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis zur Markteinführung", so Mitterlehner.

 

"Die MED-EL Elektromedizinische Geräte Gesellschaft m.b.H. erhält den Staatspreis für das weltweit erste aktive Knochenleitungsimplantat", erläuterte Mitterlehner das von einer Expertenjury gekürte Siegerprojekt. Das neuartige teilimplantierbare Hörsystem "Bonebridge", bei dem das Implantat vollständig unter der Haut liegt, überträgt den Schall direkt auf den Knochen, der dann den Schall zum Innenohr leitet. Bisherige Implantate wurden mit einer Schraube befestigt, was für den Träger einen hohen Aufwand an hygienischer Pflege erforderte und zu häufigen Komplikationen führte. Mit Bonebridge steht nun ein Implantat zur Verfügung, das quasi hinter dem Ohr verschwindet. MED-EL hat mit der Entwicklung eines hocheffizienten Wandlers den Weg geebnet, um auch jenen Menschen ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen, die keine herkömmlichen Hörgeräte nutzen können.

 

Insgesamt hatten sich 510 Unternehmen um den Staatspreis beworben, der im Auftrag des Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministeriums von der Austria Wirtschaftsservice (aws) organisiert und zum 34. Mal vergeben wurde. "Der Staatspreis Innovation ist ein renommiertes Gütesiegel für die Unternehmen und schärft das öffentliche Bewusstsein für die nachhaltigen Vorteile von Forschung und Entwicklung", so Mitterlehner.

Nominierungen für den Staatspreis

Beim Staatspreis zeigt sich jedes Jahr eindrucksvoll, wie vielfältig Innovationen und die dahinter stehenden Technologien sein können. Mit einer Nominierung für den Staatspreis zeichnete Mitterlehner die folgenden fünf Unternehmen aus:

 

  • die ENGEL AUSTRIA GmbH Zweigniederlassung St. Valentin in Niederösterreich für eine besonders energiesparende, elektromechanisch angetriebene Zwei-Platten-Spritzgießmaschine zur Kunststoffverarbeitung,
  • die FACC AG in Ried im Innkreis in Oberösterreich für die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Herstellung von Flügelkasten-Komponenten in einem Guss,
  • die Getzner Werkstoffe GmbH in Bürs in Vorarlberg für ihr "Embedded Rail"-System, einen neuartigen Erschütterungsschutz zur elastischen Lagerung von Schienen, der Gleiskörper und Straße schont und deutlich weniger Lärm erzeugt,
  • die NXP Semiconductors Austria GmbH in Gratkorn in der Steiermark für einen neuartigen, kompakten und benutzungsfreundlichen Chip zur intuitiven, kontaktlosen Datenübertragung über kurze Reichweiten,
  • die Otto Bock Healthcare Products GmbH in Wien für die Entwicklung einer Ganzbeinorthese, die sich dank eines hydraulischen Kniegelenks stufenlos an die Gangsituation anpasst.

 

Sonderpreis ECONOVIUS 2014 an KMF - Kärntner Maschinenfabriken

Im Rahmen der Staatspreis-Gala wurde auch der Sonderpreis ECONOVIUS der Wirtschaftskammer Österreich an ein KMU verliehen, das sich durch besonders innovative Leistungen ausgezeichnet hat. Der ECONOVIUS 2014 ging an die KMF - Kärntner Maschinenfabriken Egger GmbH in Villach und wurde von WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz überreicht. Das Unternehmen entwickelte eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Systemlösung zur Wiedergewinnung von Aluminium aus Aluminiumschrott. "Ich möchte allen Nominierten zu ihren großartigen Innovationen gratulieren. Sie stammen aus sehr unterschiedlichen Branchen und zeigen, dass sich Innovationen in allen Branchen durchsetzen können. Wir wollen die Zahl der innovationsaktiven Unternehmen in Österreich steigern. Dazu müssen wir weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen, unter anderem für die Finanzierung von Innovationen, arbeiten", betonte Schultz.

 

Für den ECONOVIUS waren folgende weitere Unternehmen nominiert: die Innofreight Speditions GmbH in Bruck an der Mur, die Scan Messtechnik GmbH in Wien, die Weider Wärmepumpen GmbH in Hard und die WIMTEC Elektronische Steuerungs- und Meßgeräte GmbH in Ferschnitz.

Sonderpreis VERENA prämiert Energie-Innovationen

Mit dem von VERBUND gestifteten Sonderpreis VERENA (VERBUND E-Novation Award) werden Unternehmen ausgezeichnet, die in den Bereichen Elektrizitäts- und Energiesysteme, Energieeffizienz/-management, erneuerbare Energien und E-Mobilität innovative Projekte mit Universitäten, Fachhochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen umgesetzt haben.

 

Den diesjährigen VERENA erhielt das im burgenländischen Güssing ansässige Unternehmen smartflower energy technology GmbH mit seinem Kooperationspartner AIT Austrian Institute of Technology GmbH für das Projekt "smartflowerTM". Übergeben wurde der Preis von Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender der VERBUND AG. Dem Doppel ist eine Revolution auf dem Photovoltaik-Markt gelungen. Wie eine Sonnenblume entfaltet sich das weltweit erste mobile plug and Play Photovoltaik-System und richtet sich, dank GPS-Sender, eigenständig nach der Sonne aus. "Die Anzahl und Qualität der eingereichten Projekte beweist, dass das Bewusstsein für klimafreundliche Stromerzeugung schon sehr stark ausgeprägt ist. Wir treiben das Thema bereits seit Jahren aktiv voran, wobei für uns die Integration der erneuerbaren Energien in die bestehenden Netze eine technische und wirtschaftliche Herausforderung ist. Trends aufspüren, neue Geschäftsmodelle entwerfen und unseren Kunden Mehrwert bieten- das ist unser Fokus. Der Förderpreis VERENA ist ein wichtiger Baustein bei der Neugestaltung der Energiezukunft", so Anzengruber. Für den VERENA-Preis waren folgende weitere Unternehmen nominiert: die Sommer GmbH aus Koblach und Thermocollect - DI Rudolf Schwarzmayr e.U. aus St. Georgen.

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