IPCEI Important Projects of Common European Interest

Aktuelles

Nach der Genehmigung des ersten IPCEI Wasserstoff (Hy2Tech) im Juli dieses Jahres, genehmigte die Europäische Kommission am 21. September 2022 auch das zweite wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse im Bereich Wasserstoff. Österreich beteiligt sich an diesem sogenannten IPCEI (Important Projects of Common European Interest) Hy2Use mit einem Schwerpunkt auf die Dekarbonisierung der Industrie mittels Anwendung von erneuerbarem Wasserstoff mit einem hochinnovativen Konsortialprojekt zwei österreichischer Unternehmen.

Weitere Informationen zum IPCEI Hy2Use finden Sie in der Presseaussendung des BMK. 

Über IPCEI - Important Projects of Common European Interest

Mit IPCEI hat die Europäische Union ein spezielles Regulativ zur Stärkung strategisch bedeutender europäischer Wertschöpfungsketten entwickelt. Hierdurch soll die Förderung transnationaler Kooperationen und die Abbildung der Wertschöpfungskette von der angewandten Forschung, Entwicklung und Innovation bis zur erstmaligen industriellen Umsetzung sowie zu entscheidenden Infrastrukturvorhaben im Umwelt-, Energie und Verkehrsbereich durch staatliche Beihilfen ermöglicht werden (siehe Website des BMK).

 

IPCEI-Initiativen adressieren strategisch bedeutende Vorhaben, an denen sich ausgewählte Unternehmen bzw. Forschungseinrichtungen in Folge der Nominierung durch teilnehmende Mitgliedstaaten der Europäischen Union bzw. Staaten des Europäischen Wirtschaftsraum sowie nach Notifizierung durch die Europäische Kommission bzw. durch die EFTA-Überwachungsbehörde beteiligen können. Diese Einzelprojekte werden infolge i.d.R. durch den jeweiligen Mitgliedstaat mit staatlichen Beihilfen außerhalb der AGVO (Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung) unterstützt.

Österreich nimmt derzeit mit insgesamt neun Unternehmen an zwei Initiativen von gemeinsamem europäischem Interesse teil – einem im Bereich Batterien sowie einem im Bereich Mikroelektronik (ME). Des Weiteren beabsichtigt Österreich die Teilnahme an drei weiteren in Umsetzung befindlichen IPCEI-Initiativen – einem weiteren im Bereich Mikroelektronik mit Fokus auf Connecting Technologies (ME/CT) sowie zwei IPCEI im Bereich erneuerbarer Wasserstoff (H2) mit Fokus auf die Entwicklung von Technologien (Technology), beziehungsweise auf die Dekarbonisierung der Industrie (Industry).

Darüber hinaus wird auch der Bedarf einer Teilnahme an weiteren, auf europäischer Ebene in Konzeption befindlichen, IPCEI-Initiativen überprüft (aktuell IPCEI Photovoltaik).

Im Auftrag des BMK (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie) bzw. des BMAW (Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft) wickelt die aws in Kooperation mit der FFG (Forschungs-Förderungs-Gesellschaft), als gemeinsame Abwicklungsstelle IPCEI-Förderungen für österreichische Unternehmen ab. Darüber hinaus ist die gemeinsame Abwicklungsstelle in den nationalen Programmweiterentwicklungs- und Strategieprozess, der nationalen Entscheidung über Formierung und Beteiligung neuer IPCEI-Initiativen, sowie der Beratung von Unternehmen in Zuge der Notifizierung durch die Europäische Kommission involviert.

Für österreichische Unternehmen starten die Teilnahme an einem IPCEI grundsätzlich mit der Einreichung einer Projektskizze iZm. einem österreichischen Aufruf zur Interessensbekundung (siehe IPCEI-FAQ).

Aktuell gibt es keinen offenen Aufruf!

 

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