Gründungsteam (v. l. n. r.): Peter van Oostrum, Pinar Frank, Erik Reimhult, Marcus Lebesmühlbacher © Holloid
Das Bild zeigt die Holloid-Co-Gründerin Pinar Frank im Laborkittel, wie sie ein Laborfläschchen betrachtet. Dabei handelt es sich um eine Probe, die mit dem Hollometer, der Hardware zur Auswertung der durch die 3-D-Mikroskope gewonnenen Bilddaten, automatisch analysiert werden kann. © Holloid

Holloid

Das Wiener Start-up Holloid entwickelt Hard- und Softwarelösungen für die 3-D-Mikroskopie. Mit der Mikroskopanalyse können in einer Probe Hunderttausende Bakterien, Algen, Hefen oder Mikroplastikteile in 3-D untersucht und mit KI bestimmt werden.

aws Preseed - Deep Tech | 2022 | Vorarlberg

 

Es liegt am Wesen der Winzigkeit, dass sich Mikroorganismen zu verstecken wissen. Fachleute schätzen, dass nur etwa 0,001 % aller Kleinstlebewesen erforscht sind. Konventionelle Analysen von Teilchen und Proben im Mikrobereich sind daher zeitaufwendig und teuer. Das Start-up Holloid will Licht ins Dunkel bringen. Das junge Unternehmen nützt die Leistung der Mikroskopie, um mikrometergroße Objekte wie Bakterien, Zellen oder Mikropartikel in 3-D-Darstellung (Holografie) zu analysieren und zu kategorisieren.

 

Stark verringerter Ausschuss
Holloid entwickelt Hardware- und Softwarelösungen, mit denen Mikroorganismen wie Krankheitserreger oder Partikelverunreinigungen untersucht und mithilfe von KI-Erkennung bestimmt werden: So können beispielsweise Fertigungsprozesse in Echtzeit überwacht und Analysen nahezu „on the spot“ durchgeführt werden. Das optimiert die Produktivität und erlaubt eine lückenlose Qualitätskontrolle in sensiblen Branchen wie der Lebensmittel-, der Pharma- und der chemischen Industrie. Die frühzeitige Prüfung der Produkte reduziert den Ausschuss im Vergleich zu konventionellen Prüfverfahren auf einen Bruchteil.

 

„Big data on small things“
Holloid ist ein Spin-off der Universität für Bodenkultur Wien und basiert auf einer Idee von Peter van Oostrum und Erik Reimhult. Das Start-up vermarktet drei Patente für eine neue Methode zur mikroskopisch-holografischen Analyse. Seit 2020 vervollständigen Marcus Lebesmühlbacher und Pinar Frank das Gründungsteam.

 

Hunderttausendfach
Holloid liefert Informationen über Hunderttausende Zellen und Teilchen in einer Probe – in Echtzeit in 3-D mit hohem Durchsatz und „label-free“. Die Nutzer kaufen die Geräte, Holloid liefert die Analysen als Software as a Service. Grüne Chemie, alternative Proteine, effiziente Enzyme etc. werden Güter des täglichen Bedarfs verbessern, Menschen gesünder halten und dabei das Leben auf unserem Planeten bewahren. Holloid will dafür die Schlüsseltechnologie bieten.

 

„Bevor ich selbst Gründerin wurde, habe ich in anderen Start-ups die Mikroskopie-Entwicklung geleitet. Die Unterstützung der aws ist für den Unternehmensstart sehr wertvoll. Das aws Preseed-Programm half uns, Holloid zu einem vielfältigen und engagierten Team von zehn Personen aus zehn Ländern zu machen. Die Förderung unterstreicht das große Marktpotenzial unserer Technologie und die Stärke unseres Teams – damit sind wir noch attraktiver für Investoren und Kunden.“
Pinar Frank (CPO)

 

www.holloid.com

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