Gründungsteam (v. l. n. r.): Anton Wohlgemuth, Michael Hofmannrichter, Michael Mayr © silana
Die Gründer stehen an einem braunen Tisch, einer bedient ein Tablet, mit dem ein Robotergreifarm am Kopfende des Tisches gesteuert wird. Auf dem Tisch stehen links ein geöffneter Laptop in Schwarz und rechts ein moderner Nähapparat. © silana

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aws Preseed - Deep Tech | 2022 | Wien

 

Die Modeindustrie hat sich in den vergangenen zehn Jahren massiv verändert. Kürzere Modezyklen und Fast Fashion führen zu rasch wechselnden Trends. Eines ist jedoch gleich geblieben: ewig lange Bestellprozesse. Die Vorlaufzeit der Industrie beträgt im Durchschnitt neun bis zwölf Monate. Daher wurde in den letzten Jahren die Trendvorhersage zur zentralen Aufgabe für Unternehmen im Textilhandel. Viele halten diesem Druck nicht stand. Das Resultat: Die Zahl der deutschen Modehändler halbierte sich seit 2002. Wer den Trend verfehlt, bleibt auf seiner Ware sitzen.

silana setzt genau hier an. Durch die eigene Forschungsarbeit, begleitet von Technologiefachleuten mit jahrzehntelanger Erfahrung, wird ein voll automatisierter Schnitt- und Nähroboter entwickelt. Die bislang vorherrschende aufwendige Handarbeit reduziert sich dadurch auf reine Kontrollprozesse. Die Herstellung von Mode wird durch die silana-Technologie zurück an den Verkaufsort verlagert. Dadurch kehrt die Wertschöpfung auf die Absatzmärkte in Europa zurück. Lieferwege von über 20.000 Kilometern, die mehrere Monate in Anspruch nehmen, werden überflüssig. Der Bestellprozess von trendrelevanter Mode wird flexibilisiert und verkürzt. Trend- und Mengenvorhersagen werden auf ein Minimum reduziert und somit das Risiko deutlich verringert. Belieferte Unternehmen profitieren von einer flexibleren Planung, einer verbesserten Liquidität und einer nachhaltigeren Herstellung.


Comeback der europäischen Textilindustrie
Kundenseitig steht den Gründern Michael Mayr, Anton Wohlgemuth und Michael Hofmannrichter mit der Fussl Modestraße der größte österreichische Modehändler als Testkunde, Entwicklungspartner und Feedbackgeber zur Seite. Die Technologie des Wiener Start-ups hat das Potenzial, durch den hoch automatisierten Produktionsprozess die Textilindustrie zurück nach Europa zu holen – und den österreichischen Textilstandort wieder zu alter Stärke zu führen.


Serienreif im Jahr 2025
Das Gründungsteam arbeitet bereits seit mehr als fünf Jahren an der Perfektionierung der Geschäftsidee. Die aws Preseed-Förderung für Deeptech-Unternehmen unterstützt das Start-up nicht nur finanziell, sondern mit wichtigem Wissen in der Prototypen- und Unternehmensentwicklung. Ende 2025 wird die Technologie zur Serienreife gelangt sein. Neben einfachen Unterhemden (aktueller Stand) sollen dann auch T-Shirts, Pullover, Jeans und vieles mehr regional und voll automatisiert produziert werden können. Die Auswirkungen auf die europäische Textilbranche und den österreichischen Wirtschaftsstandort sind noch gar nicht absehbar.

 

„Wir sehen die aws als unsere Sparringspartnerin, mit der wir wichtige Entscheidungen besprechen und auch mal gemeinsam Brainstorming betreiben können. Diese Begleitung hat schon vor Projektstart begonnen und uns bereits damals sehr weitergeholfen. Außerdem sitzen vor Ort auch wirkliche IP-Fachleute – für Deeptechunternehmen definitiv eine Bereicherung.“

Michael Hofmannrichter (CEO)

wearesilana.com

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