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Geschäftsführung: Michael Lukesch M. Sc. (CEO) | © Valanx Bio

Valanx Biotech

Das Start-up entwickelt ein Plattformverfahren für die Pharmaforschung, das unter Einsatz künstlicher Aminosäuren Proteinmoleküle in Arzneimitteln kontrollierte Bindungen eingehen lässt.

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Pharmazeutische Wirkstoffe wie Wachstumshormone oder immunstärkende Interferone sind Proteine, deren Abbau sich durch die gezielte Anbindung anderer Stoffe beeinflussen lässt. Krankheiten, die derzeit noch mehrmals täglich die Einnahme bestimmter Arzneimittel erfordern, könnten dadurch mit deutlich geringerem Medikamenteneinsatz therapiert werden. Dieses Prinzip macht sich Valanx Biotech zunutze. Das Start-up, beheimatet im IST Park bei Klosterneuburg, forscht an einem Plattformverfahren für Medikamente, deren Wirkstoff an ein Protein bindet. Dieses Verfahren soll die Wirkstoffentwicklung im Bereich der synthetischen Biologie wesentlich vereinfachen und verspricht damit für die Pharmaforschung eine spürbare Ersparnis an Zeit und Mitteln.


Stabile Proteine als Herausforderung
Proteine haben spezielle chemische Eigenschaften. Damit sie therapeutisch wirksam werden können, muss ihre Stabilität garantiert sein. Künstlich hergestellte Aminosäuren müssen daher häufig noch modifiziert werden – ein komplexer Prozess und eine große Herausforderung bei der Arzneimittelentwicklung. Valanx-Biotech-Gründer Michael Lukesch entwickelte ein Verfahren, das die Modifikation von Proteinen deutlich vereinfacht und damit jene Problemfelder umschifft, die die traditionellen Verfahren so schwer beherrschbar machen.


Künstliche Andockstelle
Grundlage der Technologie ist eine neuartige Aminosäure, die mithilfe eines speziell entwickelten Bakteriums an definierter Stelle in die Zielproteine eingefügt wird. Dadurch erhält das Zielprotein eine künstliche Andockstelle, an die die gewünschten Moleküle gekoppelt werden können.


Breite Anwendungsmöglichkeiten
Die Plattformtechnologie von Valanx erlaubt es, Wirkstoffe gegen eine Vielzahl verschiedener Indikationen zu entwickeln. Die größte Herausforderung für Lukesch besteht nun darin, das Verfahren ebenso großflächig einsetzbar zu machen wie vergleichbare etablierte Prozesse. Daher liegt der aktuelle Entwicklungsfokus auf der Optimierung der Produktion. Zudem arbeitet Valanx an einem ersten klinischen Produkt, das in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen zum Einsatz kommen wird.

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