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Auf dem Bild ist ein schwarzer Teller mit Tomaten- und Mozzarellascheiben zu sehen, garniert mit drei grünen Basilikumblättern. Der vegane Mozzarella wurde mit Fermify-Proteinen fermentiert. © Fermify
Auf dem Bild ist ein schwarzer Teller mit Tomaten- und Mozzarellascheiben zu sehen, garniert mit drei grünen Basilikumblättern. Der vegane Mozzarella wurde mit Fermify-Proteinen fermentiert. | © Fermify
Gründungsteam (v. l. n. r.): Christoph Herwig, Eva Sommer © Fermify
Gründungsteam (v. l. n. r.): Christoph Herwig, Eva Sommer | © Fermify

Fermify

Fermify entwickelt eine digitale Produktionsplattform für Casein-Proteine, die für die Käseherstellung verwendet werden. Der vegane Käse weist den gleichen ernährungsphysiologischen Wert wie Käse aus Kuhmilch auf.

aws Seedfinancing | 2022 | Deep-Tech | GreenTech | Wien

 

Käse ist ein hochwertiger Proteinlieferant und wichtiger Baustein der menschlichen Nahrung. Seine Herstellung trägt jedoch einen schweren ökologischen Rucksack: Die nötige Milchproduktion kämpft mit negativen Effekten auf Umwelt und Artenvielfalt. Vegane Alternativen sind bisher wegen fehlender nichttierischer Proteinquellen wenig erfolgreich: Während pflanzenbasierte Milch bereits einen Marktanteil von circa 20 % aufweist, liegt jener von pflanzenbasiertem Käse bei nur 2 %. Aus diesem Grund arbeitet Fermify an der Entwicklung von „precision fermentation-derived casein protein“. Caseine beschreiben den Proteinanteil der Milch, der zu Käse weiterverarbeitet wird. Mit dem Fermify-Verfahren werden diese speziellen Casein-Proteine durch eine kontrollierte Fermentation gewonnen. Sie weisen die gleichen Eigenschaften wie herkömmliche Kuhmilchproteine auf. Veganer Käse mit Fermify-Proteinen schmeckt.


Inhousefertigung beim Kunden
Die Fermify-Technologie unterscheidet sich von anderen Verfahren. Das Gründungsteam, bestehend aus Eva Sommer und Christoph Herwig, setzt auf einen kontinuierlichen Produktionsprozess – von der Medienbereitung bis zum aufgereinigten Protein. Die Erzeugung der Casein-Proteine wird mit hybriden Modellen qualitätsgesteuert: Probleme während der Fertigung werden vor Ort mithilfe von Software gelöst. Anwender wie Käsereien oder andere Lebensmittelproduzenten, die zu den ersten Kundengruppen gehören, können so das Ausgangsmaterial Casein selbst herstellen. Eva Sommer, eine Biotechnologin, ist gründungserfahren (Peace of Meat, Verkauf 2020) und lebt seit sehr langer Zeit vegan. Das bisherige milchlose Käseangebot verlangt in ihren Augen dringend nach schmackhafteren Alternativen. Christoph Herwig, ein ehemaliger TU-Professor, entwickelt seit vielen Jahren Methoden für den Bioprozesssektor.


Erste Anlagen bei Kunden
Bis 2025 will Fermify zehn Kunden akquiriert haben. Es ist geplant, die ersten drei Anlagen nach dem Fermify-Verfahren noch 2023 zu verkaufen. Die Nachfrage steigt wie der Preis: Es wird erwartet, dass bis 2025 der Marktpreis für ein Kilogramm Casein bei 21 Euro liegen wird.

„Die Betreuung durch das aws Team war für uns eine tolle Unterstützung – vor allem in der ersten Gründungsphase. Wir haben durch die Gespräche unsere Strategie besser ausformuliert und ausgebaut. Außerdem war der bisherige Austausch mit den IP-Fachleuten der aws über Fragen des geistigen Eigentums sehr hilfreich für uns. Wir haben daraufhin unsere IP-Strategie hinterfragt und verbessert.“ Eva Sommer (CEO)

www.fermify.org

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