Acticell

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Acticell entwickelt chemische Verfahren für innovative Oberflächenbehandlungen von Textilien.

Die Firma nutzt die neuesten Forschungsergebnisse aus der Cellulosechemie und überträgt sie in eine für ihre Kunden maßgeschneiderte Produktpalette, um den populären „used look“, den „bleached look“ oder andere Färbeeffekte zu erhalten.

Pro Jahr werden circa drei Milliarden Jeans produziert. Derzeit werden in der Herstellung umweltschädliche und für die Arbeiterinnen und Arbeiter belastende Verfahren eingesetzt. Die umweltfreundlichen und GOTS-zertifizierten Produkte von Acticell ermöglichen dagegen das Bleichen und Färben von Jeans ohne Schädigung der Umwelt.

Acticell hat aber einen Weg gefunden, sie gezielt an bestimmten Stellen zur starken Aufhellung zu benutzen. In einem zweiten Verfahren wird durch eine aufsprühbare Mischung aus Salzen und Polymeren der Stoff heller gemacht, als er ursprünglich war: Es wird nicht nur die Farbe zerstört, sondern die Cellulose darunter gebleicht.

Im Vergleich zu herkömmlichen Technologien können mit den Acticell-Produkten der Wasser- und Energieverbrauch reduziert und die Co2-Emissionen gesenkt werden. Die Produkte tragen wesentlich zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz bei.

Ätzstickereien und Jeans

Am Beginn der Entwicklung stand die Erfindung eines umweltfreundlichen Verfahrens zur Herstellung von Stickereien für Dessous. Bei sogenannten Ätzstickereien wird eine Form auf Stoff aufgestickt und anschließend das Gewebe darunter mit Chemikalien zerstört, die aber die Kläranlagen belasten. Diese Chemikalien wurden durch Enzyme ersetzt. Das Verfahren funktionierte, wurde jedoch nicht zur Marktreife gebracht. Die Gründer kamen auf die Idee, die Enzymmethode zur Aufhellung von Jeans einzusetzen, eine Verwendung, für die es in der Industrie großen Bedarf gibt.

www.acticell.at