Antagonis

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Antagonis ist eine Biotechnologiefirma, die neuartige Biopharmazeutika, also Medikamente auf Proteinbasis, erforscht und für die klinische Anwendung entwickelt.

Das Unternehmen ist ein Spin-off der Universität Graz, wo derzeit auch die Labors und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesiedelt sind. Die Leitsubstanz ist ATG01, eine mutierte Isoform des Chemokins (Signalproteins) MCP-1/CCL2, die, mit einem Trägerprotein (humanes Serumalbumin) fusioniert, bei metastasierendem Lungenkrebs zum Einsatz kommen soll. Das Produkt und der zugehörige Herstellungsprozess wurden bereits zum Patent angemeldet.

Übersetzung der Forschung in die Therapie

Die Gründung von Antagonis entspringt dem Wunsch, wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Labor in therapeutische Wirkungen bei Krankheiten des Menschen zu „übersetzen“, das heißt neue Medikamente auf der Grundlage von akademischen Forschungsergebnissen und zugehörigen Technologien zu entwickeln. Konkret ist es das hochgesteckte Ziel von Antagonis, eine neue Klasse von molekularen Angriffspunkten im menschlichen Körper – die sogenannten Glykane (das sind komplexe Zuckermoleküle an der Oberfläche menschlicher Zellen) – der Medikation zugänglich zu machen.

Mit einer Produktvorgänger-Familie, allerdings für eine andere Indikation, hat schon die ProtAffin Biotechnologie AG (deren wissenschaftlicher Gründer ebenfalls Andreas Kungl war) Teilerfolge verbuchen können.

Die GAGbody™-Technologie von Antagonis stellt eine wesentliche Weiterentwicklung mit noch gezielterer Angriffswirkung dar, die jedoch an Erfahrungen von ProtAffin anknüpfen kann.

Die Mühen des Anfangs

Als größte Herausforderung für die Zukunft, neben dem Ausbau der GAGbody™-Technologie-Plattform in Richtung weiterer Produkte und Anwendungen, bezeichnen die Gründer Andreas Kungl, Professor an der Universität Graz, und Frank Walsh, CEO von Ossianix und langjähriger Leiter der Forschung und Entwicklung von Wyeth, die Finanzierung der Entwicklung und Verwertung von ATG01.

www.antagonis.com