Neuartige Operationsmikroskop-Technologie

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Das Unternehmen arbeitet an einem Operationsmikroskop, das sich – anders als bisherige Modelle – ergonomisch der Operateurin oder dem Operateur anpasst.

In der Mikrochirurgie ist das Operationsmikroskop das wichtigste Werkzeug. Dabei beruht die aktuell gebräuchliche Technologie auf einem Konzept aus den späten 1950er-Jahren, das nie grundlegend weiterentwickelt wurde. Für Markus Hütter und Michael Santek, die Gründer von BHS Technologies, ist das ein Versäumnis: Ihr Innsbrucker Start-up entwickelt eine völlig neuartige Operationsmikroskop-Technologie. Bisher mussten Operateurinnen und Operateure für jeden der häufigen Perspektivwechsel auf das OP-Gebiet die Instrumente aus der Hand legen und die OP damit jeweils kurzzeitig unterbrechen. Mit dem neuen Operationsmikroskop werden diese Perspektivwechsel künftig schnell und intuitiv durch Kopfbewegungen gesteuert.

Spürbare Verbesserungen
Beim Operationsmikroskop von BHS Technologies werden Arbeitsergonomie und Operationsprozeduren wesentlich verbessert. So können Operateurinnen und Operateure einen Eingriff mittels Roboterarm und einer 3-D-Kamera durchführen, ohne dabei das Operationswerkzeug wegzulegen. Der Roboterarm dient ihnen als dritter Arm. Die Visualisierung erfolgt auf Mikrobildschirmen, die als Headset getragen werden und zu jedem Zeitpunkt volle Sicht auf – und damit volle Kontrolle über – das Operationsfeld ermöglichen.

Zugleich lässt die neue Technologie eine ergonomisch günstigere Körperhaltung zu und verhindert die in dieser Berufsgruppe häufigen Rückenprobleme. Operationen gelingen so schneller, besser und ergonomischer. BHS Technologies hat aus Standardbauteilen ein funktionsfähiges Operationsmikroskop zusammengebaut, das an mehreren Kliniken gemeinsam mit Anwenderinnen und Anwendern getestet wurde. Das Feedback war überwältigend.

Auf in den Markt
Markus Hütter und Michael Santek sehen ein großes Entwicklungspotenzial im Bereich der digitalen Bildverarbeitung und robotischer Assistenzsysteme in der Medizintechnik. Chirurginnen und Chirurgen eröffnet sich dadurch eine Vielzahl von Möglichkeiten und Vorteilen. Aktuell geht es darum, dem medizintechnischen Hightechprodukt mit einem wettbewerbsfähigen Preis zum Durchbruch zu verhelfen. Die Gründer planen, Mitte 2020 mit den ersten BHS-Mikroskopen auf den Markt zu kommen.

www.bhs-technologies.com

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