CCORE

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CCORE, ein Spin-off der MedUni Wien, entwickelt auf der Basis einer zum Patent angemeldeten Plattformtechnologie neue Methoden zur minimalinvasiven Blutreinigung.

In Europa, den USA und Japan werden jährlich 0,4 bis 0,5 % der Bevölkerung in einer Intensivstation aufgenommen. Von ihnen muss etwa ein Drittel länger als 24 Stunden künstlich beatmet werden. Diese Gruppe von Patientinnen und Patienten hat eine besonders hohe Sterblichkeitsrate (bis zu 40 %) – wegen der Grunderkrankung, aber auch wegen zusätzlicher Lungenschädigung durch die invasive mechanische Beatmung.

Die Gründer Claus G. Krenn und Roman Ullrich forschen und lehren seit mehr als 20 Jahren auf dem Gebiet der Intensivmedizin. Sie arbeiten in der CCore Technology GmbH (CCORE) an einer Lösung, mit der die durch invasive Beatmungsverfahren entstehende Lungenschädigung oder sogar die invasive Beatmung selbst vermieden oder stark eingeschränkt werden kann. Die zum Patent angemeldete Plattformtechnologie (LiquiClear®) soll Leben retten und enorme Behandlungskosten sparen.

 

Absaugen der Atemluft

Die erste Entwicklung ist ein minimalinvasiver Katheter zur Blutreinigung (minimalinvasive flüssige Lunge – MILL), eine Methode zur Entfernung von Kohlendioxid aus dem Blut. Kohlendioxid wird im Körper als Stoffwechselprodukt gebildet und kann bei Patientinnen und Patienten mit akuten oder chronischen Lungenerkrankungen nicht ausreichend durch die Lunge ausgeatmet werden. Während herkömmliche Verfahren Blut aus dem Körper spülen und es dann in einem externen Kreislaufsystem reinigen, verfolgt CCORE einen neuen Ansatz: Es wird ein Katheter mit einer Membran in die Patientin oder den Patienten eingeführt, der über einen zweiten Kreislauf mithilfe einer Trägerlösung die schädlichen Substanzen (CO2) zumindest teilweise aus dem Körper abzuführen hilft.

 

Strategischer Partner

Für die Entwicklung des MILLx®-Produkts bis zur Marktzulassung ist ein Gesamtinvestitionsvolumen von circa 15 Millionen Euro erforderlich. CCORE verfolgt das strategische Ziel, mit einem Entwicklungspartner aus der Medizintechnikbranche zusammenzuarbeiten, um das Produkt zu finalisieren und auf den Markt zu bringen. Nach der ersten Finanzierungsrunde, welche die ersten Grundlagenforschungsjahre mit staatlicher Forschungsförderung zu finanzieren hilft, wurden bereits einige ernst zu nehmende Kontakte zu potenziellen strategischen Partnern geknüpft.