Dimetor

aws Seedfinancing | 2017 | Informations- und Kommunikationstechnologie | Oberösterreich

 

Dimetor will Bildmaterial von autonom fliegenden Drohnen nützen, um mit einer speziellen Software die Position und Ausrichtung von Mobilfunk-Sendeantennen zu optimieren.

Dimetor-Gründer Thomas Neubauer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Planung und Optimierung von Mobilfunknetzen. Position und Ausrichtung der Sendeantennen sind die Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Netzleistung. Die Erfahrungen zeigen aber, dass 20 bis 30 % dieser Informationen in den Datenbanken der Mobilfunkbetreiber falsch sind. Obwohl eine Vielzahl von Prozessen von der Richtigkeit der Daten abhängt, gibt es Fälle, in denen der Datenbankeintrag um 50 Meter in der Höhe von der tatsächlichen Position abweicht. Die Werte möchte der Nachrichtentechniker Neubauer mit seinem in Oberösterreich und Wien ansässigen Unternehmen kontrollieren und nötigenfalls richtigstellen. Aktuell müssen Technikerinnen und Techniker die Sendemasten erklettern, um die Daten zu erheben. Dazu muss der Sender abgeschaltet werden – ein zeitraubendes und aufwendiges Verfahren.

 

Drohnen statt Kletterer

Dimetor entwickelt derzeit eine Lösung, die den vollständig automatisierten Einsatz von Drohnen zur Bildgewinnung mit einer Auswertungssoftware kombiniert. Die softwaregesteuerten Drohnen fliegen nah an die Antennen heran und liefern sehr gute Bilder der Sendeanlagen. Über Sensoren und Messgeräte werden zusätzliche Informationen erhoben. Mittels Fotogrammetrie nd anderer Algorithmen werden die Daten
ausgewertet und mit den Datenbankeinträgen verglichen – so wird vollautomatisch ein Auditing durchgeführt. Dabei sind Mobilfunkbetreiber die ersten Ansprechpartner von Dimetor. Die Provider wollen ihre Kosten für die Site-Audits senken und ihre Datenqualität deutlich verbessern.

 

Ohne Piloten

Bei den Vorfelduntersuchungen hat sich herausgestellt, dass die Drohnen für den kommerziellen Einsatz ohne Piloten auskommen müssen. Ansonsten rechnet sich die Dienstleistung nicht. Deshalb entwickelt Dimetor eine Plattform zur automatischen Flugroutenoptimierung autonomer Drohnenflüge. Dazu müssen Rahmenbedingungen wie Luftraum, Funkraum, regulatorische Anforderungen sowie Wind und Wetter berücksichtigt werden.

 

Starkes Interesse

Es zeigte sich, dass diese Enablement-Plattform für autonome Drohnen einen sehr breiten Einsatzbereich haben kann. Beispiele sind Drohnenflüge für landwirtschaftliche und industrielle Inspektionen, für Inspektionen im Energiebereich und im Bereich der öffentlichen Sicherheit oder auch zur Paketzustellung – stets ohne menschliche Steuerung. Ziel ist es, bis Ende 2019 mit internationalen Vertriebs- und Entwicklungspartnern erste kommerzielle Projekte umzusetzen.

www.dimetor.com

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