OxAG

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Das Tullner Start-up OxAG entwickelt neue antibiotische Therapien gegen multiresistente Erreger.

Bakterien sind „Überlebenskünstler“. Unter bestimmten Umständen entwickeln sie Widerstandsfähigkeit gegen die zur Behandlung der Infektion eingesetzten Medikamente und werden zu (multi)resistenten Erregern. Deren Verbreitung hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die Oxford Antibiotic Group (OxAG) hat diese Herausforderung angenommen: Das Pharmaentwicklungsunternehmen mit Sitz in Tulln arbeitet an neuen antibiotischen Therapien gegen multiresistente Erreger und bringt sie über alle Testphasen zur medizinischen Anwendung. Als Entwickler einer neuen Antibiotikaklasse steht die Firma rund um den Biomediziner und Biologen Alexander Pretsch im Rampenlicht der Pharmaentwicklung.

Wichtig für die Kapitalisierung und den Know-how-Zugang ist neben Tulln das zweite Standbein von OxAG im namens-gebenden Oxford: Ohne Verbindung nach Großbritannien oder in die USA ist es für mitteleuropäische Forschungsunternehmen unmöglich, ein derartiges Projekt bis zum Ende zu betreiben. Wirkstoffentwicklung benötigt sehr hohe Investitionen und kann nur im industriellen Bereich finanziert werden.

 

Neuer Entwicklungsansatz

OxAG folgt in der antibiotischen Wirkstoffsuche einem neuen Ansatz, genannt Logibiotic. Bei dieser Methodik werden Naturstoffe auf ihre aktiven Wirkzentren reduziert und anschließend nach Standardkriterien der Medizinalchemie konzipiert und hergestellt. Hier arbeitet OxAG mit dem Chemiedepartment in Oxford zusammen und hat zwei Patente für die weitere Entwicklung einlizenziert.

 

Exit 2023

OxAG ist ein klassisches Biotech- und Pharmaentwicklungsunternehmen, das nach der zweijährigen präklinischen Seedphase eine weitere Serie A und B in Höhe von zwölf Millionen Euro machen will, um einen Testkandidaten bis zur klinischen Phase IIa zu bringen. Diese Serie A/B könnte bereits in Form einer Kooperation mit einer großen Pharmafirma stattfinden, da sich solche Firmen derzeit Projekte in der Präklinik und Phase I durch Verträge und Zahlungen für die Zukunft sichern. Das entspricht den Plänen des Gründungsteams, das Unternehmen bis 2023 für einen Trade-Sale oder einen Börsengang (IPO) zu positionieren.

https://oxfordantibioticgroup.com