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Heimtherapie des Bewegungsapparats

aws PreSeed | Life Sciences | 2018 | Wien

Das Wiener Start-up entwickelt Software und intelligente Sensoren, die Patientinnen und Patienten in der Rehabilitationszeit helfen, früher wieder in ihr soziales Leben zurückzukehren.

Infolge der demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung wächst die Zahl der Menschen mit chronischen Erkrankungen, zum Beispiel orthopädischen oder neurologischen Leiden, stetig. Solange sie sich in stationärer Behandlung befinden, sind diese Patientinnen und Patienten medizinisch gut betreut. Die Situation ändert sich, wenn die Betroffenen nach Hause entlassen werden. Wieder im Alltag angekommen, müssen sie die Motivation finden, ihre verordneten Übungen regelmäßig und korrekt durchzuführen. Es gibt jedoch meist niemanden, der das auch überprüft. Dieser Umstand kann den langfristigen Erfolg der Rehabilitation schmälern oder gar zu einem Rückfall oder einer Zusatzerkrankung führen.

Unterstützung bei der Heimtherapie
Die vier Gründer von RehaBuddy entwickeln ein Telemedizinsystem zur aktiven Unterstützung von Patientinnen und Patienten bei der Heimtherapie des Bewegungsapparates. Am Körper tragbare Sensoren – beispielsweise instrumentierte Einlegesohlen – erfassen Bewegungen der unteren Extremitäten. Die gewonnenen Daten werden genutzt, um den Fortschritt der Rehabilitation zu Hause zu quantifizieren, spielerische Übungen zu gestalten und Feedback zum Übungserfolg zu geben. Ärztinnen und Ärzte ebenso wie Therapeutinnen und Therapeuten können so die Prozesse verfolgen, bewerten und gegebenenfalls korrigieren. Die Aufgaben werden im Laufe der Therapie angepasst, ohne dass die Patientinnen und Patienten dafür extra in die Klinik kommen müssen. RehaBuddy wird auch Anwendungen für spezielle Problemstellungen entwickeln, etwa eine Helfer-App, die Live-Feedback zur Unterstützung der Compliance bei Verordnung von Teilbelastung gibt.

Vielversprechende Forschung
Die Idee für RehaBuddy entstand im Zuge langjähriger Forschungsarbeit an assistiven Technologien für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Wichtige Schlüsse ergaben sich etwa aus der Arbeit an einem System für mobile Ganganalyse, das unter anderem zur Einschätzung von Therapiefortschritten und Sturzrisiken eingesetzt wurde. Vielversprechende Forschungsergebnisse und sehr positive Resonanz von Anwenderinnen und Anwendern sowie medizinischen  Fachleuten gaben den Ausschlag, den Schritt in Richtung Kommerzialisierung zu wagen.

Professionelle Kommerzialisierung
RehaBuddy steht nun vor der Aufgabe, ein Minimum Viable Product (MVP), eine Art Prototyp, sowie ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Darauf aufbauend müssen ein Nutzungskonzept und ein Modell für eine mögliche Kostenerstattung als Medizinprodukt entwickelt werden.

www.rehabuddy.at

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