Saphenus-Team - Portrait

Mit sensorischem Feedbacksystems Qualität des Gehens mit Prothese erhöhen

aws Seedfinancing | Life Sciences | 2018 | Niederösterreich

Saphenus entwickelt für Betroffene mit Gliedmaßenverlust eine neuartige Prothese mit Feedbacksystem, die hilft, Phantomschmerzen in den Griff zu bekommen.

Phantomschmerzen zählen zu den großen Herausforderungen für Menschen, die Gliedmaßen verloren haben. Sie entstehen dadurch, dass das Gehirn auch nach einer Amputation versucht, Informationen über den verloren gegangenen Körperteil einzuholen. Bei diesem vergeblichen Versuch schaltet das Gehirn auf höchste Sensitivität – ein Phänomen des Phantomschmerzes. Eine weitere dominante Schmerzkategorie bei Menschen mit Amputationen ist der Neuromschmerz. Für beide Probleme sieht Saphenus mit dem Gründungsteam Rainer Schultheis, Aaron Pitschl und Sylvia Brayley-Schultheis sowie dem Business-Angel Toni Innauer die Lösung: Eine neuartige Beinprothese stimuliert die Nerven am Stumpf und ermöglicht so der Trägerin oder dem Träger, das verlorene Bein wieder zu fühlen.

Informationen fürs Gehirn
Füttert man das Gehirn wieder mit sensorischen Informationen, gehen auch die Schmerzen zurück. Zunächst wird mit einem rekonstruktiven chirurgischen Eingriff, der sogenannten Targeted Sensory Reinnervation (TSR), der laterale Fußnerv an die Hautoberfläche des Stumpfes umgeleitet. Hier entsteht dann nach rund sechs Monaten das Gefühl des verloren gegangenen Fußes wieder. Der Betroffene bekommt also sensorisch seinen Fuß zurück und fühlt sich wieder vollständig – ein hochemotionales Erlebnis. In einem nächsten Schritt wird mithilfe eines sensorischen Feedbacksystems die Qualität des Gehens mit der Prothese erhöht. Die Betroffenen spüren den Untergrund wieder.

Nervumleitung als State of the Art
Ziel und Vision von Saphenus ist es, die Methode der Nervumleitung in Kliniken fix zu etablieren. In Zukunft sollen bei planbaren Amputationen bereits die Voraussetzungen für eine nachhaltige Schmerzbeseitigung geschaffen werden. Hier braucht es ein Umdenken im Workflow der Chirurginnen und Chirurgen und einen Dialog mit unterschiedlichen Disziplinen. Die Amputation ist nicht das Ende, sondern der Anfang der Therapie.

Neue Form der Versorgung
Gründer und Geschäftsführer Rainer Schultheis und Aaron Pitschl sowie Investor Toni Innauer setzen auf eine „breakthrough innovation“ bei der prothetischen Versorgung von Amputationspatientinnen und -patienten. Saphenus will die Amputationstechnik verändern, um den Faktor Schmerz von Anfang an in den Griff zu bekommen und den Betroffenen ein neues Lebensgefühl zu geben.

www.saphenus.com

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