Seven Bel-Team - Portrait

Akustische Kamera: hohe Bildqualität, ergonomische Vorteile, geringe Anschaffungskosten

aws Seedfinancing | Physical Sciences | 2018 | Oberösterreich

Das Leondinger Start-up entwickelt akustische Kameras zur Visualisierung von Lärm, die präziser, mobiler und billiger sind als Produkte mit herkömmlicher Technologie.

Die Anforderungen an Produkte und Prozesse in Bezug auf ihre Lärm- und Geräuschabstrahlung haben sich in den letzten Jahren signifikant erhöht. Daher ist die Geräuschentwicklung ein Schlüsselparameter in Produktentwicklungsprozessen. Heute ist Lärm oder „Sound“ ein Kriterium für die von der Endanwenderin oder dem Endanwender wahrgenommene Produktqualität. Akustische Kameras ermöglichen es, Lärmprobleme zu charakterisieren und zu analysieren. Ähnlich wie Wärmebildkameras liefern sie eine farbcodierte Abbildung des zu vermessenden Objekts, wobei Rot laut bedeutet und Blau leise. Vorhandene Lösungen mit guter Bildqualität sind teuer – 40.000 Euro und mehr –, groß und meist mehr als zehn Kilo schwer. Die Bildqualität mobiler Lösungen – mit Preisen von rund 10.000 Euro und rund drei Kilo Gewicht – reicht für viele industriell relevante Anwendungen nicht aus. Der oberösterreichische Erfinder Thomas Rittenschober hat jetzt eine zum Patent angemeldete Technologie entwickelt, die im Vergleich zu existierenden Lösungen bei vielen industriell relevanten Anwendungen sowohl höhere Bildqualität als auch signifikante ergonomische Vorteile bei nur einem Bruchteil der Anschaffungskosten bietet.

Technischer Anschub
Bereits als junger Ingenieur entwickelte Thomas Rittenschober Lösungen für Lärmprobleme bei Produkten und Prozessen. Eine wesentliche Stütze bei der erfolgreichen Umsetzung von Maßnahmen war die akustische Kamera. 15 Jahre später stellte er fest, dass der digitale Fortschritt den Bereich der akustischen Kameras noch kaum erreicht hat. Geräte mit guter Bildqualität sind unverändert groß, schwer und teuer. Sein Anspruch: kleinere mobile Systeme zu entwickeln, die keine Abstriche bei der Bildqualität machen – und trotzdem wirtschaftlich bleiben. Mit dMAC (dual Microphone Acoustic Camera) will Seven Bel der Zielgruppe eine völlig neue Lösung bieten.

Dinge leiser machen
Die Technologie von Seven Bel unterstützt Ingenieurinnen und Ingenieure im Bereich der Produktentwicklung, Raum- oder Bauakustik und Produktionstechnik. dMAC kann zum Beispiel Lärmprobleme an Maschinen und Fahrzeugen orten oder dabei helfen, Produkte mit kontrollierter Soundqualität herzustellen.

Rasche Marktreife
Der Markteintritt mit dMAC ist für 2020 geplant. Anfangs wird der Fokus auf die Etablierung von dMAC im Produktentwicklungsprozess gelegt. Mittelfristig soll das Produkt für die Anwendungsgebiete Bauakustik, Fertigungsqualitätskontrolle und Überwachung von Fertigungsmaschinen verfügbar gemacht werden.

www.seven-bel.com (i. V.)

Newsletter

Jetzt registrieren und informiert bleiben! 

Jetzt anmelden!