Vienna Translational Skin R&D Initiative

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Auf der Grundlage eines neuen Konzepts sollen Medikamente für die Behandlung chronischer Wunden entwickelt werden.

Chronische Wunden stellen global ein massives Gesundheitsproblem dar. 1–2 % der Bevölkerung in westlichen Ländern sind davon betroffen, und die Inzidenz wird weiter zunehmen. Das Marktpotenzial für Wundversorgungsprodukte wird auf mehr als 18 Milliarden Dollar im Jahr 2021 geschätzt. Die Standardtherapien umfassen Wundverbände, chirurgische Wundrandresektion, Infektionskontrolle und Vakuumtherapie. Das einzige zugelassene pharmakologische Agens, Regranex®, ist ineffizient. Daher besteht ein großer Bedarf an wirksameren Therapien. Das Versagen der bisherigen Therapieansätze in der Klinik ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Kausalkette der Körpervorgänge, die in ihrer Gesamtheit zu chronischen Wunden führen, noch nicht ausreichend verstanden wird.

Systembiologischer Ansatz

Die Verantwortlichen der Vienna Translational Skin R&D Initiative schlagen ein translationales Konzept zum Finden innovativer Medikamente für die Behandlung chronischer Wunden vor. Es beruht auf der Systembiologie, die Organismen in ihrer Gesamtheit zu begreifen versucht. Der Ansatz nutzt die Tatsache, dass die pathogenen Treiber der Wundchronizität im Patientenmaterial enthalten sind. Unter Einsatz solchen Materials wurden neuartige Testsysteme etabliert, die für Substanztestung und -profilierung verwendet werden. Die Arzneistoffkandidaten sollen patentiert und mit externen Partnern entwickelt werden.