Xiber Science

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Xiber Science entwickelt Medikamente, die das Organversagen von Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation verhindern sollen.

Behandlung als Gratwanderung

Bei bis zu 50 % der Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen versagen ein oder mehrere Organe. Bis heute gibt es keine spezifische Therapie, die das verhindern kann. Die Patienten werden symptomatisch mit unterstützenden Maßnahmen, wie zum Beispiel mechanischer Beatmung, Dialyse und/oder Flüssigkeitsersatztherapie, behandelt. Für die Intensivmedizin stellen diese invasiven Maßnahmen eine Gratwanderung dar, denn einerseits sind sie überlebensnotwendig, andererseits können sie die Organschäden verschlimmern.

Bessere Überlebenschancen

Durch krankheitsbedingten Stress kommt es zum Bruch biologischer Dämme. Die Folgen sind Überflutungen einzelner oder mehrerer Organe (progressives Ödem), verminderter Sauerstoff- und Nährstoffaustausch und Organversagen. Derzeit gibt es keine Therapie, die gezielt das progressive Ödem eindämmt. Die neuen Peptid-Medikamente von Xiber Science verhindern den Bruch biologischer Dämme und verbessern so die Organfunktion. Dies ist durch erste präklinische Daten belegt. Die Medikamente haben das Potenzial, die Überlebenschancen und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern, die Dauer des Aufenthaltes auf der Intensivstation zu reduzieren und die Intensivbehandlung zu erleichtern.

Viele Einsatzmöglichkeiten

Der therapeutische Ansatz von Xiber Science bietet ein sehr breites Anwendungsspektrum im Bereich der Intensivmedizin. Zunächst konzentriert sich das Unternehmen auf Nischenindikationen, nämlich akutes Lungenversagen und akute Transplantatdysfunktion nach einer Lungentransplantation sowie Organversagen und generalisiertes Ödem infolge schwerer Verbrennungen. Mittelfristig plant es die Entwicklung einer prophylaktischen Therapie zur Vermeidung des Organversagens für Patientinnen und Patienten, die mechanische Beatmung und/oder Flüssigkeitsersatztherapie benötigen.

Zehn Jahre Erfahrung

Die Gründerin und Geschäftsführerin Sonja Reingruber hat zehn Jahr Erfahrung in Biotechunternehmen - von der Aufbauphase bis hin zum Lizenzverkauf. Ihre spezielle Expertise ist die präklinische Entwicklung. Peter Petzelbauer, CSO, ist Professor für mikrovaskuläre Forschung an der Medizinischen Universität Wien.