fairwind

aws impulse XS | 2010.1 | Design | Wien

Wolfgang Fürst

Die Staaten der Dritten Welt gehören zu den aufstrebendsten Mobilfunkmärkten. 500 Millionen Menschen sind zwar im Besitz eines Handys, haben aber gleichzeitig keine oder nur unzureichende Anbindung an ein Stromnetz. Das Handy ist für diese Menschen jedoch von existenzieller Bedeutung (Banking, Handel, Informationen wie z. B. landwirtschaftliche Wetterberichte, u.v.m.) und das Laden gleichzeitig eines der größten Probleme. Genau da kommt fairwind ins Spiel – als nachhaltige, vor allem aber finanziell machbare Lösung: Für angestrebte zehn US-Dollar bietet es einen Baukastensatz an, mit dem aus PET-Flaschen ein DIY-Windrad gebaut werden kann, das mit einem dafür entwickelten 9V-Laderegler einen Handyakku aufladen kann. Somit recyclet fairwind ein allgegenwärtiges Abfallprodukt – PET-Flaschen – und gibt diesem einen neuen Sinn als nachhaltiger Stromerzeuger. Die Entwicklung der Rad-Nabe für das Windrad wird von einigen technischen Aufgabenstellungen begleitet. Dabei werden Kosten-Nutzen-Aspekte als auch Spezifikationen des Generators näher beleuchtet, um später eine optimale Nutzung zu garantieren. Zwei weitere Varianten werden angedacht. Eine soll Kindern spielerisch das Windrad näher bringen. Andererseits wird eine mit LEDs versehene Gartenbeleuchtung entwickelt. fairwind macht auf innovative Weise vorhandene Ressourcen (alte PET-Flaschen, Windkraft) nutzbar, setzt auf das Prinzip Empowerment und trägt damit aktiv zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum bei.

www.fairwind.info