pneumocell, aufblasbare Bauelemente für den Hochbau

aws impulse XL | 2008.2 | Design | Wien

Architekt Thomas Herzig

Thomas Herzig baut keine Luftschlösser. Trotzdem, oder gerade deshalb erforscht er die Möglichkeiten mit Luft zu bauen. In punkto Materialverbrauch und Gewicht gelten pneumatische (sprich: luftgefüllte) Konstruktionen als unschlagbar, allerdings bedurften sie bislang eines hohen Planungs- und Entwicklungsaufwands. Nicht so bei pneumocell. Die einzelnen Teile des 2006 patentierten und kostengünstig seriell produzierbaren Baukastensystems lassen sich gleich riesigen Legosteinen vielfältig miteinander verbinden. Die nach dem Vorbild biologischer Zellen gefertigten aufblasbaren Module sind leicht, regendicht, schwimmfähig und haben ihre Praxistauglichkeit im Event- und Messebau unter Beweis gestellt. Thomas Herzig will pneumocell nun auch bei permanenten Hochbauten wie Bahnhofshallen, Flughäfen, Industriehallen, Shopping Malls etc. zum Einsatz bringen. Mehrteilige Luftkammern sorgen für optimierte Wärmedämmung, die kombinierten Zellen aus thermoplatischem Polyurethan (TPU) sollen Spannweiten von 30 Metern und mehr überbrücken. Selbsttragend und ohne Rahmenkonstruktion! Transparente pneumocell-Elemente können um das Zehnfache teurere Glasfassaden und –überdachungen ersetzen, bedruckte Folien eignen sich für variable Beschattung.

www.pneumocell.com